Implantate

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Was ist ein Implantat?

Ein Implantat ersetzt einen fehlenden Zahn und besteht aus mehreren Komponenten. Der Implan-tatkörper ist eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kieferknochen eingepflanzt (implantiert) wird. Die „Suprakonstruktion“, der eigentliche Zahnersatz, ist der sichtbare Teil des Implantates. Implantate sind meist aus Titan, einem sehr gut verträglichen Metall, zwischen 9 und 15 mm lang und verwächst fest mit dem Kieferknochen.

Welche Vorteile haben Implantate?

Implantate ersetzen fehlende Zähne und verleihen dem notwendigen Zahnersatz durch die künstliche Zahnwurzel einen festen Halt. Sie schließen einzelne Zahnlücken, ohne dass dabei (wie beim Schluss durch eine Brücke), die gesunde Zahnsubstanz der Nachbarzähne beschliffen werden muss. Implantate reduzieren den Knochenabbau in zahnlosen Kieferabschnitten, weil sie Kaukräfte auf den Kiefer übertragen. Implantate können herausnehmbarem Zahnersatz einen festeren Halt verleihen. Durch das Setzen von Implantaten wird es oft möglich, einen festsitzenden Zahnersatz zu integrieren, wo sonst nur ein herausnehmbarer Zahnersatz (Prothese) möglich wäre.

Erfahren Sie in unserem Patientenvideo alles über Implantate:

Präzise Diagnostik: Digitale Volumentomographie

Mittels moderner 3D Röntgentechnik (DVT) kann eine exakte dreidimensionale Darstellung Ihres Kieferknochens angefertigt werden. Mit dieser Aufnahmetechnik ist eine genaue Planung der Implantatposition möglich und die Gefahr von Verletzungen wichtiger anatomischer Strukturen, z.B. des Unterkiefernervs wird reduziert.

Welche Vorbehandlungen sind notwendig?

Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung mit Implantaten ist eine gute Mundhygiene. Bestehende Entzündungen, z. B. Gingivitis (Zahnfleischentzündung) oder Parodontitis, müssen vor der Implantation behandelt werden. Die Kariestherapie sollte abgeschlossen sein. Ein Diabetes muss behandelt und gut eingestellt sein. Wenn Sie das Rauchen jetzt aufgeben, leisten Sie einen wichtigen zusätzlichen Beitrag für den Erfolg der Therapie. Mitunter macht ein unzureichendes Knochenangebot zunächst eine Vorbehandlung notwendig, bei der der Knochen aufgebaut („augmentiert“) wird.

Schonender Eingriff: Navigiertes Implantieren

Eine neue Technik zum Setzen der Implantate ist mit dem Verfahren der navigierten Implantation geschaffen worden. Am Computer wird anhand des dreidimensionalen Röntgenbildes die Position der Implantate genau geplant. Mittels einer Bohrschablone kann dann das Implantat in genau dieser Position eingebracht werden. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der enormen Genauigkeit, Abweichungen kleiner 0,2 mm sind in der minimalinvasiven Operation möglich. Oft muss die Schleimhaut nicht aufgeschnitten werden. Das bringt eine deutliche Minderung an Schmerzen und Schwellung.

Was kann ich tun, damit ein Implantat möglichst lange hält?

Zahnimplantate werden bereits seit über 40 Jahren erfolgreich eingesetzt. Studien zeigen, dass Implantate eine hervorragende Langzeitprognose haben. Damit dies auch für Sie gilt, sollten Sie Folgendes beherzigen:

Das Rauchen ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Implantatverlust. Sie sollten es daher möglichst aufgeben. In allen Phasen der Behandlung ist außerdem eine gründliche Reinigung und Pflege des Implantats besonders wichtig. Ihr eigener täglicher Einsatz bei der Mundhygiene ist für Ihre Implantate also überlebenswichtig! Genauso wichtig ist allerdings der regelmäßige Kontrollbesuch in der Zahnarztpraxis, das sog. Recall. Wie oft Sie kommen, entscheiden Sie gemeinsam mit ihrem Zahnarzt. Üblich sind Abstände von 3 bis 6 Monaten. Bei diesen Besuchen werden Implantate, Zähne und Zahnfleisch kontrolliert und professionell gereinigt. Unzureichende Mundhygiene und eine mangelhafte Kontrolle können zu Implantatverlust führen.

Was zahlt meine gesetzliche Krankenkasse?

Ihre Krankenkasse zahlt Ihnen einen Zuschuss für den Zahnersatz auf den Implantaten. Dieser Festkostenzuschuss ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Implantation ist eine reine Privatleistung. Werden später Behandlungen am Implantat notwendig und auch die regelmäßigen Leistungen zum Erhalt Ihres Implantats (professionelle Zahnreinigung, Kontrollröntgenaufnahmen) sind dies ebenfalls reine Privatleistungen. Viele Zusatzversicherungen zahlen hier einen Anteil.

Sie haben noch Fragen? Vereinbaren Sie jetzt einen ersten Beratungstermin in der Zahnarztpraxis Dr. Schnutenhaus!